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Musikvereins „Harmonie” Feusdorf e.V.



Aus der Geschichte des Musikvereins Harmonie Feusdorf

Musikverein Harmonie Feusdorf
Hintere Reihe von links nach rechts:
Rudi Hilgers, Peter Möller, Josef Talbot, Wilfried Reifferscheid, Peter Eich, Jürgen Holzer, Herbert Brang, Christian Thielen, Hermann Hilgers, Heinz Adams, Helmut Henkel
Mittlere Reihe:
Peter Rieder, Günter Schneider, Dieter Hoffmann, Hermann-Josef Möller, Nikolaus Brang, Johannes Thielen, Heinz Thielen, Anton Heinzen, Markus Holzer, Claudia Heinzen, Josef Braden, Fredi Möller, Karl Brang, Kurt Bruckmann, Rudolf Guthausen
Erste Reihe sitzend:
Wolfgang Schneider, Reiner Möller, Andrea Henkel, Clemens Roeser, Christa Talbot, Angelika Adams, Dieter Hilgers, Herbert Reifferscheid

Wenn auch in keiner Chronik das kulturelle Leben unseres Heimatortes verzeichnet ist, so ist uns doch bekannt, dass Gesang und Musik in harmonischen Gemeinschaften stets gepflegt worden ist.

Die eigentliche Gründung einer musikalischen Gemeinschaft geht bis in die 90er Jahre zurück. Es gründeten N. Finken, Josef May, Josef Schröder, Johann Knauff, Valentin Zierden und Nikolaus Friesen sen. die erste Blaskapelle hier im Ort. Sie brachten damit in das um diese zeit noch ziemlich eintönige Leben in den Dörfern manche schöne und fröhliche Stunde.
Den Humor und dem Weine nicht abhold, erzählt man von ihnen heute noch manche lustige Geschichte. Die Mitglieder dieser Blaskapelle gehörten auch der zu dieser Zeit bestehenden Werkskapelle der Jünkerather Gewerkschaft an, die bei Werksfesten und sonstige Feiern im Werk auftrat. Die vorgenannte Werkskapelle bestand aus Musikanten der umliegenden Dörfer von Jünkerath und stand unter der Leitung von Peter Pick aus Wiesbaum.

Große Schwierigkeiten bereiteten die unbedingt nötigen Proben wegen der schlechten Verkehrsverhältnisse und der wenigen Freizeit. Durch diesen Umstand war man gezwungen, diese Werkskapelle im Jahre 1905 aufzulösen.

Nikolaus Friesen sen. kaufte einige dieser Instrumente und begann von neuem, in Feusdorf eine Blaskapelle zu gründen. Aus eigener Familie kamen seine Söhne Paul und Jakob hinzu. Dieses Werk kann man wohl als die Geburtsstunde aller musikalischen Tätigkeit im Ort bezeichnen.

Nach dem ersten Weltkrieg führte man diesen Verein als Blas- und Streichorchester weiter. Dieser Vereinigung traten noch bei: Kaspar May, Nikolaus Schröder, Johann Brang, Peter und Nikolaus Friesen jun.
Die Leitung übernahm Jakob Friesen. Echte Kameradschaft und Opfergeist führten diese harmonische Gemeinschaft zu einem beachtlichen Können. Alle kirchlichen und weltlichen Feste sowie sonstige Anlässe im Ort selbst und darüber hinaus in den Nachbardörfern wurden zu feierlichen und geselligen Stunden, deren man sich heute noch gerne erinnert.

 

Nikolaus Friesen, Jakob Friesen, Matthias Schröder, Gerhard Schneider
Von links: Nikolaus Friesen, Jakob Friesen,
Matthias Schröder, Gerhard Schneider
Im Jahre 1929 führte Jakob Friesen mit Kaspar Schneider, Matthias Schröder, den Gebrüder Hubert und Gerhard Schneider, Nikolaus Friesen jun. und Lehrer Wilz die musikalische Tätigkeit weiter. So blieb dann bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges das Musikleben im Ort erhalten. Während des Krieges war das Vereinsleben, wie in vielen anderen Dörfern des hiesigen Raumes, gänzlich erloschen.

 

Auch in den Nachkriegsjahren war noch nicht an eine musikalische Betätigung zu denken, da die elementaren Lebensbedürfnisse wichtiger waren als die Vereinsarbeit. Die Überlegungen der Freiwilligen Feuerwehr, ein Tambourcorps ins Leben zu rufen, waren Anlass, dass sich die vier noch im Ort verbliebenen Musikanten Jakob Friesen, Matthias Schröder, Gerhard Schneider und Nikolaus Friesen jun. Schnell entschlossen, neue Pläne für eine Blaskapelle zu entwickeln. Rasch konnten weitere Interessierte, vornehmlich Jugendliche, für das Musizieren im Blasorchester gefunden werden. So kam es dann am 15.April 1956 zur Gründung des heutigen Musikvereins.

Musikverein „Harmonie” Feusdorf

In der Gastwirtschaft und späteren Vereinslokal Klinkhammer trifft man sich zur Gründungsversammlung. Die ersten Vereinsstatuten werden festgelegt und beschlossen. Auf Vorschlag von Matthias Schröder gibt die Versammlung einstimmig die Zustimmung zur Namensgebung „Musikverein Harmonie Feusdorf”. Er selbst wird zum ersten Vorsitzenden gewählt und als Dirigent stellt sich, obwohl bereits 60jährig, Jakob Friesen zur Verfügung.

Platzkonzert vor dem Vereinslokal Klinkhammer

Schwieriger gestaltet sich die Anschaffung der erforderlichen Instrumente. Insgesamt muss ein Betrag von rund ca. 6.500 DM von den einzelnen Mitgliedern aufgebracht werden, da man Spenden und Zuwendungsmittel zunächst nicht erhalten kann. Erst nach langwierigen Bemühungen des Landtagsabgeordneten Julius Saxler ist es zu verdanken, dass dem Verein im November 1957 ein Landeszuschuss in Höhe von 500 DM bewilligt wird.

Die Ausbildung wird von den Initiatoren gezielt vorangetrieben. Wöchentlich werden für jeden zwei Einzel- und eine Gesamtprobe angesetzt. Bis zum Ende des Jahres 1956 steigt die Anzahl der Aktiven auf 28 Mitglieder an. Mit einem abendfüllenden Programm stellt sich der Verein erstmals beim Familienabend am 6.Oktober 1957 vor. Aus der ersten Generalversammlung, die eine später abgehalten wird, ist zu berichten, dass in Anbetracht der starken finanziellen Belastungen aus dem Instrumentenkauf der Vereinsbeitrag pro Quartal von 2,- DM auf 1;50 DM gesenkt wurde, der sich daraus ergebende Jahresbetrag von 6,- DM im übrigen heute noch seine Gültigkeit hat.

In der Jahreshauptversammlung am 20.04.1958 erfolgt der bereits angekündigte Rücktritt des Dirigenten Jakob Friesen, nachdem der Klangkörper durch Fleiß und gute Kameradschaft erhebliche Fortschritte gemacht hat. Für die geleistete Aufbauarbeit wird er von der Versammlung einstimmig zum Ehrendirigenten ernannt. Die Nachfolge tritt sein jüngerer Bruder Nikolaus Friesen an. Durch freiwillige finanzielle Unterstützung der Jünkerather Gewerkschaft, wo man bei verschiedenen betrieblichen Anlässen aufspielt, und durch weitere Zuschüsse des Landes und des Kreises ist es möglich, Zug um Zug neuere und bessere Blasinstrumente zu erwerben.

Anfang der 60er Jahre tritt ein neues Problem auf. Dirigent Nikolaus Friesen fällt für längere Zeit wegen Krankheit bzw. Kuraufenthalt aus. Die gemeinsamen Bemühungen helfen jedoch auch über dieses Hindernis hinwegzukommen. In dieser Zeit bewährt sich der 1. Vorsitzende Matthias Schröder auf hervorragende Art. Er führt nicht nur den Vorsitz und kümmert sich um die Ausbildung, sondern fungiert nunmehr auch vorübergehend als Dirigent. In diesen Jahren werden auch im schulischen Bereich neue musikalische Akzente gesetzt. Lehrer Grocholl hat eine Blockflötengruppe aufgebaut die nicht nur praktisch sondern auch theoretisch unterrichtet wird. Hiervon profitiert letztlich im wesentlichen der Musikverein. Mehrere Jugendliche beginnen mit der Ausbildung auf einem Blasinstrument. Im Jahre 1962 registriert man nunmehr 36 Aktive, davon 22 Jugendliche unter 25 Jahren. Mit Renate Moog, Elfriede Schröder und Anita Wagner, werden erstmals auch weibliche Aktive in den Verein aufgenommen.

Seine Premiere im Ausland hat der Musikverein im Jahre 1963, als man eine Einladung zu zwei Platzkonzerte beim Oktoberfest in Wieze (Belgien) annimmt. Diese Fahrt sollte sich äußerst lehrreich erwiesen. Neben Volksfestatmosphäre werden Erkenntnisse gewonnen.

Die bereits kurz nach Vereinsgründung währende freundschaftliche Verbindung zur Jünkerather Gewerkschaft, wo zwischen 1959 bis 1968 in ununterbrochener Folge die Weihnachts- bzw. Jubilarfeiern musikalisch gestaltet werden, bringt im Jahre 1965 eine ehrenvolle Einladung durch die DEMAG AG. Vor über 350 Arbeitsjubilaren und Gästen im Sozialgebäude des Werkes Düsseldorf - Benrath wurde die Jubilarfeier des Konzern musikalisch umrahmt. Ein nicht alltägliches Erlebnis ist für die Aktiven im gleichen Jahr ein Konzert auf dem Motorschiff " Hessen" beim Wein- und Winzerfest in Bernkastel-Kues.

Aus Anlass des 10jährigen Bestehen wird am 13. und 14.08.1966 das 1. Musikfest des Vereins ausgerichtet. Beim Festkommers am Samstagabend ist das große Festzelt mit rund 1000 Besuchern bis auf den letzten Platz ausverkauft. Das ausgezeichnete Programm wird vom Musikverein Daun unter Leitung von Hans Stark und dem Männergesangverein Ripsdorf unter Leitung Peter Trappen hervorragend gestaltet, was das aufmerksame Publikum mit großem Beifall zu honorieren weiß. Der Sonntag gestaltet sich zum Musikertreffen. Insgesamt 14 Musikvereine sind der Einladung zum Ehrenspiel am Nachmittag gefolgt, davon sechs Vereine aus dem Nachbarkreis Schleiden. Auch diese Veranstaltung findet großes Interesse und das Festzelt ist wiederum voll besetzt. Dieses Musikfest ist die bisher größte kulturelle Veranstaltung dieser Art in der Geschichte unseres Ortes. Nachdem die spärliche Vereinskasse eine merkliche Aufbesserung erfahren hat, kann ein langgehegter Wunsch, eine einheitliche Kleidung zu beschaffen, noch im gleichen Jahr verwirklicht werden. Stolz präsentiert man sich fortan in schmucken weinrot-schwarzen Uniformen.

Musikverein Harmonie Feusdorf
Erste Reihe von links nach rechts:
Nikolaus Friesen, Günter Schneider, H.-Josef Möller, Martin Möller, Nikolaus Brang, Dieter Hilgers, Hermann Michels Wolfgang Schneider, Erwin Schröder, Kurt Bruckmann, Karl Brang, Fritz Schröder
2.Reihe von links nach rechts:
Wilfried Reifferscheid,Herbert Brang, Josef Braden, Willi Schneider, Johannes Thielen, Heinz Thielen, Anton Heinzen, Peter Eich, Matthias Schröder,Fredi Möller
3.Reihe von links nach rechts:
Peter Möller,Dieter Friesen , Josef Talbot, Hermann Hilgers, Heinz Adams, Helmut Henkel, Rudolf Guthausen, Rudi Hilgers,Gert Knoblauch

Im Jahre 1968 veranstaltet der Verein ein Konzert mit einer großen Tombola, dessen Reinerlös von mehr als 2000 DM für den Neubau unserer Kirche zur Verfügung gestellt wird. 1969 tritt Matthias Schröder, inzwischen im 65. Lebensjahre, vom Amt des ersten Vorsitzenden zurück. Er tut dies mit ruhigem Gewissen, denn mit Rudolf Guthausen als neuem Vorsitzenden und einer totalen Verjüngung des übrigen Vorstandes ist man zuversichtlich, einen weiteren Schritt für die Aufwärtsentwicklung getan zu haben. Einstimmig wählt die Versammlung Matthias Schröder zum Ehrenvorsitzenden, der auch weiterhin als Baritonist in der Blaskapelle aktiv mitwirkt. Auf Antrag des Vorstandes wird der Verein im gleichen Jahr noch in das Vereinsregister beim Amtsgericht Daun eingetragen.

Die wöchentlichen Proben wurden bis zum Jahre 1969 im Vereinslokal Klinkhammer abgehalten. Durch die Schließung der Volksschule ist nunmehr die Möglichkeit gegeben, die Proben im bisherigen Schulsaal durchzuführen, womit ein ungestörter Probeablauf gewährleistet ist. Die Gemeinde stellt den Raum dankenswerterweise unentgeltlich zu Verfügung.

Das Jahr 1971 wird wohl als eines der bedeutendsten Jahre in die Geschichte des Musikvereins und der Dorfchronik insgemein eingehen, „Die Original Egerländer Musikanten kommen nach Feusdorf”, so umschreibt die Lokalpresse das Hauptereignis des Jahres. Aus Anlass des 15jährigen Bestehens ist es dem verein gelungen, Ernst Mosch mit seinen Musikern zu verpflichten. Am Samstag. Dem 10. Juli 1971, ist es dann soweit. Was der Kartenvorverkauf zu diesem Fest bereits hat erwarten lassen, übertrifft jedoch alle Erwartungen. Zitiert sei hier der Leitartikel der Trierischen Landeszeitung vom 12. Juli 1971:

„4000 Musikfreunde bei den Egerländern in Feusdorf - Eifeldorf sorgte für musikalischen Attraktion”.

Ernst Mosch in Feusdorf
Ernst Mosch mit seinen Egerländer Musikanten in Feusdorf

 

Peter Eich mit Ernst Mosch
Peter Eich mit Ernst Mosch
Ernst Mosch
Ernst Mosch

 

 






























Das Blasorchester ist von Vereinen und Veranstaltern inzwischen gefragt wie nie zuvor. Im bereits vielgefächerten Repertoire werden nunmehr auch Egerländer Volksweisen aufgenommen. Im Großraum Bonn - Köln - Düsseldorf führt man jährlich mehrere Konzerte, vornehmlich Platzkonzerte, auf. Besonders zu erwähnen sind die Konzerte im Rahmen des "Bonner Sommers" in Bonn und Bad Godesberg. Darüber hinaus trägt die freundschaftliche Verbindung zu den Musikfreunden aus Daun dazu bei, dass der Verein seit 1970 in ununterbrochener folge jährlich mehrere Kurkonzerte in unserer Kreisstadt aufführt. Der freundschaftliche Kontakt zu den Nachbarvereinen wird durch die Mitwirkung bei Musik - und Vereinsfesten neu belebt.

Nachwuchssorgen kennt der Musikverein „Harmonie” in Feusdorf nicht. Nach 1962 wird im Jahre 1972 erstmals wieder eine größere Gruppe von 17 Mädchen und Jungen unter der Leitung von Dirigent Nikolaus Friesen selbst herangebildet. Die Instrumente werden so besetzt, das man später als ein Jugendorchester eigenständig musizieren kann. Diese Maßnahme kann im Nachhinein als äußerst erfolgreich angesehen werden, denn nach rund sechs Jahren war der Ausbildungsstand der Gruppe soweit fortgeschritten, dass man im Jahre 1978 immerhin noch 14 Jungbläser in die Senioren - Blaskapelle übernehmen kann.

Der Bläsernachwuchs

Mit Abschluss der Saison 1977 beendet Matthias Schröder, nunmehr 72jährig, seine aktive Laufbahn. Für seine Pionierarbeit beim Aufbau des Vereins und seine vorbildliche Kameradschaft ernennt ihn die Mitgliederversammlung zum „Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit”, Die offizielle Ehrung erfolgt anlässlich eines Konzertabends am 21. April 1978, wo er den Ehrenbrief, die höchste Aufzeichnung des Musikvereins, erhält. Für seine Verdienste um die Volksmusik wird Matthias Schröder ein Jahr später seitens des Landesmusikverbandes Rheinland - Pfalz mit der Fördermedaille in Gold ausgezeichnet.

Einer Neukonzeption der Ausbildung von Jungbläsern innerhalb des Kreismusikverbandes steht der Verein im Jahre 1978 aufgeschlossen gegenüber. Ein entsprechender Aufruf an die Eltern und Jugendlichen im Ort findet wiederum ein großes Echo. Insgesamt 23 Mädchen und Jungen im Alter zwischen acht und 15 Jahren erklären sich bereit, die vorgesehene Grundausbildung in drei Lehrgängen zu absolvieren. Die Besetzung der Instrumente erfolgt wie bereits zuvor . Erfreulich bleibt festzustellen, dass in der Zwischenzeit nur ein Mitglied dieser Gruppe, und das, infolge auswärtiger Berufsausbildung, die Ausbildung abbrechen musste. Erfreulich aber auch, dass mit Karl Brang, Kurt Bruckmann und Dieter Hilgers eigene Kräfte als Ausbilder zur Verfügung stehen.

Nachdem die Lehrerwohnung im Obergeschoss des Schulgebäudes als Eigentumswohnung von der Gemeinde veräußert wird, sind den wöchentlichen Proben und der sonstigen Nutzung des Saales Grenzen gesetzt. Als dann zudem auch die letzte im Ort verbliebene Gastwirtschaft Reifferscheid - inzwischen Vereinslokal - schließt, werden rasch neue Wege und Lösungen gesucht und gefunden. Die Gemeinde erwirbt 1979 den Saal Reifferscheid und plant, unter Beteiligung der örtlichen Vereine, eine Renovierung des Gebäudes mit gleichzeitiger Erweiterung. Viele freiwillige Helferstunden sind erforderlich, um dieses Vorhaben schließlich zu verwirklichen.

Die erste Veranstaltung im neuen Jugend - und Dorfgemeinschaftshaus am 14. Februar 1981 ist dem Konzertabend des Musikvereins aus besonderen Anlass vorbehalten, dem letzten öffentlichen Auftritt von Nikolaus Friesen als Dirigent der „Harmonie”. Mit 70 Jahren und fast 60jähriger aktiver Volksmusikerzeit, davon 24 Jahre als Dirigent, scheidet er auf persönlichen Wunsch aus den Diensten des Musikvereins. Mit Nikolaus Friesen verliert man eine Persönlichkeit, die sich der Volksmusik mit Leib und Seele verschrieben und hervorragendes für den Namen und den Ruf des Musikvereins "Harmonie" geleistet hat. Durch die " Schule Friesen" erlernten allein in Feusdorf rund 80 Bläser die Kunst des Musizierens.

Konzert im Jahr 1981 - Abschied Nikolaus Friesen

Konzert im Jahr 1981 - Abschied Nikolaus Friesen
Nikolaus Friesen, Wolfgang Schneider, Reiner Möller, Gerti Brang, Clemens Röser, Christa Talbot, Angelika, Adams, Dieter Hilgers ( Hand), Herbert Reifferscheid ( Hand ), Johannes Thielen, Walter Zilligen, Heinz Thielen, Heinzen Anton, Peter Heups, Nikolaus Brang, Hermann - Peter Bedürftig, Rudi Hilgers, Herbert Brang, Wilfried Reifferscheid

Viele Ehrengäste, angeführt von Landrat Orth, Abordnungen vieler Musikvereine und die Dorfbevölkerung bereiten Nikolaus Friesen einen triumphalen Abschied. Ehrungen und Auszeichnungen werden ihm im höchsten Maße zuteil, u.a.

 

Mit der Verleihung des Ehrenbriefes des Musikvereins wird Nikolaus Friesen gleichzeitig zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit ernannt. Der Verein ist in der glücklichen Lage mit Kurt Bruckmann einen Nachfolger aus den eigenen Reihen stellen zu können.

Heute hat der Musikverein "Harmonie" Feusdorf insgesamt 60 aktive Mitglieder, darunter 28 Jugendlichen, von denen wie erwähnt noch 22 in der Ausbildung stehen. Interessant ist die Tatsache, dass in Feusdorf, bei rund 550 Einwohnern, über 10% der Bevölkerung vereinsmäßig Blasmusik betreiben. Satzungsgemäß können bisher keine inaktiv-fördernde Mitglieder in den Verein aufgenommen werden.

Das Amt des ersten Vorsitzenden wurde bisher ausgeübt:

1956 - 1969 Matthias Schröder
1969 - 1973 Rudolf Guthausen
1974 - 1975 Helmut Henkel
1976 - 1978 Herbert Brang
1979 -   Rudolf Guthausen

Die Anzahl der von der Senioren - Blaskapelle abgehaltenen Gesamtprobe bewegt sich in den letzten Jahren zwischen 50 und 60 jährlich und die Zahl der Auftritte bei 30. Dabei beginnt die jährliche Saison bereits seit vielen Jahren zu Beginn des Frühjahrs mit einem Konzert vor heimischen Publikum. Vorgestellt wird ein Streifzug durch das in den Wintermonaten eingeprobte Programm. Im weiteren Jahresverlauf trägt der Verein mit Senioren- oder Jugendkapelle dazu bei, welt- und kirchliche Anlässe musikalisch zu gestalten. Gemeinsam mit Feuerwehr und Sportverein wird seit 1973 in bisher nicht unterbrochener Folge ein Heimatfest ausgerichtet, welches inzwischen kultureller Bestandteil im Leben unseres Ortes geworden ist.

Innerhalb der Dorfbevölkerung bleibt festzustellen, dass der Musikverein als Kulturträger anerkannt ist, wobei der echte Gemeinschaftsgeist und die gegenseitige Hilfsbereitschaft der örtlichen Vereine besonders lobend hervorzuheben ist.

So bleibt der Wunsch, dass der Musikverein „Harmonie” auch weiterhin so erfolgreich wie bisher in seinem Bemühen ist, Blas- und Volksmusik zur Freude und Unterhaltung und zum Wohle der Gemeinschaft betreiben zu können.

Kurt Bruckmann leitet die Geschicke des Vereins mehr als sechs Jahre und übergibt aus persönlichen und beruflichen Gründen den Dirigentenstab am Ende der Saison 1987 an unseren heutigen Dirigenten Fredi Möller. Ihm steht seit 2001 David Guthausen als zweiten Dirigent zur Seite.